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Die DVD - der Massenspeicher

Die Bezeichnung DVD stammt aus dem Englischen und hat im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel erfahren. Stand die Abkürzung zunächst für Digital Video Disc und bezog sich damit nur auf das Speichern von Videos, wurde die Langform später in Digital Versatile Disc umbenannt. ‚Versatile’ bedeutet ‚vielseitig’ und sollte verdeutlichen, dass die DVD für das Speichern verschiedenster Daten verwendet werden kann. Mittlerweile wird der Begriff DVD allerdings nicht mehr als Abkürzung, sondern als eigenständige Bezeichnung angesehen.
DVDs werden auch als Tonträger, ähnlich wie CDs, aber mit deutlich höherer Kapazität und Sourround-Sound 5.1-geeignet, oder als Datenträger für Computer verwendet. So erscheinen auch die meisten Computerspiele heute auf DVD. Speziell für den Audiobereich konzipierte DVDs werden als DVD-Audio bezeichnet, DVDs für den Computerbereich als DVD-ROM. Im Computerbereich kommen noch weitere, vom Nutzer beschreibbare Varianten wie beispielsweise DVD-R oder DVD-RW hinzu.
DVDs, die für Videos konzipiert wurden, heißen DVD-Video, werden aber, ebenso wie die anderen Varianten, umgangssprachlich schlicht als DVD bezeichnet.
Im Gegensatz zu früheren Datenträgern wie etwa der VHS-Kassette bieten DVDs nicht nur eine wesentlich höhere Speicherkapazität, sie speichern Videos auch in einer deutlich höheren Qualität. Dabei wird eine DVD, ähnlich wie die CD, mittels Laser ausgelesen, während bei den VHS-Kassetten mit Magnetbändern gearbeitet wird. Bei DVDs kommen im Vergleich zur CD jedoch Laser mit einer kürzeren Wellenlänge zum Einsatz. Mittels Double-Layer- oder Dual-Layer-Technik, bei der die DVD mit zwei übereinander liegenden, lesbaren Schichten versehen wird, können etwa 8,5 GB an Daten auf einer einzigen DVD Platz finden. Wird eine höhere Speicherkapazität benötigt, kommen auch doppelseitige DVDs zum Einsatz, die beidseitig beschrieben sind und die, wie eine Langspielplatte, zwischendurch gewendet werden müssen. Zum Vergleich: CDs bieten eine maximale Speicherkapazität von etwa 900MB, wobei 700MB üblich sind.
Die DVD hat sich im Video-Bereich mittlerweile fast vollständig gegen die alte VHS-Kassette durchgesetzt. Dazu führten unter anderem ihre deutlich höhere Haltbarkeit und der gesteigerte Bedienkomfort. Mit der DVD muss nicht mehr umständlich vor- und zurückgespult werden. Jede Stelle des Films ist in vergleichsweise kurzer Zeit direkt ansteuerbar. Auch die geringeren Abmessungen stellen einen enormen Vorteil dar. Die bei der DVD mögliche, bequeme Menüführung sorgte mit dafür, dass die DVD sich recht schnell am Markt durchsetzte. Fast immer sind die Filme auf DVDs in Kapitel eingeteilt, die einzeln angewählt werden können. Viele DVDs bieten zusätzlich zum enthaltenen Film weitere Inhalte wie beispielsweise ein Making-Of, geschnittene Szenen oder ein alternatives Ende. Sogar kleinere Spiele, die mit der Fernbedienung des DVD-Players gespielt werden können, sind auf manchen DVDs enthalten. Damit hat die DVD ihrem Vorgänger, der VHS-Kassette, Einiges voraus und wird wegen ihrer hohen Haltbarkeit wohl auch noch lange Zeit Bestand haben.